Mosambik, abseits von Touristenpfaden.

Video: https://youtu.be/x-Iy1N0a5Mk

Abseits von Touristenpfaden.Mosambik hat 21 Millionen Einwohner und ist mit 801.590 km2 cirka 9-mal so groß wie Österreich. Im Jahr 100 unserer Zeitrechnung wurde in Mosambik schon Eisen zur Herstellung von Waffen verwendet. Die Araber hatten im Lande Handelsstützpunkte errichtet Im 16. Jahrhundert verdrängten die Portugiesen die Araber und zerstörten durch den Sklavenhandel, der ihre Haupteinnahmequelle bis ins 19. Jahrhundert war, das Bantureich. Die portugiesischen Kolonialherren regierten brutal und rücksichtslos. Der Aufstand gegen die unmenschlichen Kolonialherren begann 1964 durch die frelimoische Freiheitsbewegung. Auf den harten Widerstand der Portugiesen antwortete die FRELIMO mit noch härteren Angriffen. 1974 musste die portugiesische Regierung den Rückzug aus Mosambik anordnen. Am 25. Juni 1975 wurde das Land nach 500 Jahren Kolonialherrschaft unabhängig. Ein 16 jähriger Bürgerkrieg, der 1976 begann, zwei schwere Flutkatastrophen und einige Dürreperioden, brachten das einst reiche Land, in dem 85% der Bevölkerung von der Landwirtschaft leben , an den Rande des Staatsbankrotes. Zwanzig Jahre nach der Erlangung der Unabhängigkeit sind noch immer cirka 50 % des Landes durch versteckte Minen landwirtschaftlich nicht nutzbar. Ein großer Teil der Verminung wurde mit Geldern der katholischen Kirche finanziert. Täglich werden jetzt noch immer bis zu zwanzig Personen von Minen getötet oder verstümmelt. Das an Bodenschätzen reiche Land nutzt derzeit kaum die vorhandenen Ressourcen. Für den wirtschaftlichen Abbau der Bodenschätze fehlen derzeit die Investoren. Tourismus ist noch ganz am Beginn. Es gibt kaum Hotels mit fremdengerechter Unterbringung.                                                                                                                                                           Die medizinische Versorgung im Lande ist derzeit noch katastrophal. Die meisten Opfer fordern Malaria, Cholera und HIV.     Grundnahrungsmittel sind Maniok, Mais, Weizen, Erdnüsse, Kartoffel und Bohnen.                                                              Trotz all dieser negativen Umstände hat Mosambik heute den am schnellsten wachsenden Markt in Afrika.                           Eine sehr auffallende Eigenschaft der Bevölkerung ist die Gastfreundschaft. Man wird nicht wie ein Fremder, sonder wie ein Mitglied der Familie behandelt. Erst bei einem Blick in den Spiegel ist man über die weiße Haut, die da heraus blickt, überrascht.